Mathematik und Mathematiker als Objekte der KunstWissenschaftler-WürfelThéophile Eugéne Victor Barrau

Théophile Eugéne Victor Barrau

Fermat mit seiner Muse
Da der in Frankreich sehr bekannte Bildhauer Théophile Eugéne Victor Barrau in deutschen Nachschlagewerken nicht leicht zu finden ist, lassen wir hier noch einige von Prof. Klaus Barner mitgeteilte biographische Details folgen:

Barrau wurde am 5. Oktober 1848 in Villepointe (Aude) geboren. Er trat ganz jung als Lehrling in ein Handelshaus ein und besuchte ab 1861 Kurse an der École des beaux arts de Toulouse. Später ging er nach Paris, um dort Bildhauerei bei Jouffroy und Falguiére zu studieren. Durch seine Heirat wurde er daran gehindert, am Wettbewerb um den Grand prix de Rome teilzunehmen. Das zwang ihn dazu, seinen Lebensunterhalt mit subalternen Arbeiten zu verdienen. Dennoch erhielt er 1878 für sein Werk Caprice eine ehrenvolle Erwähnung. Von nun an reihten sich Erfolge und Anerkennungen aneinander. 1880 bewarb er sich erfolgreich um die Professur für Zeichnen der Stadt Paris. Zu seinen bedeutenden Werken gehören außer dem hier gezeigten Fermat mit seiner Muse im Rathaus von Toulouse die Plastiken Fenaison (Heuernte 1881), La vanneuse (Frau, die das Korn nach dem Dreschen von Stroh, Staub und Abfall reinigt 1885) und Matho et Salammbo (1888) in Paris, die Statue de Kellermann in Valmy und das Monument des Combattants de 1870-71 (1901) in Toulouse, wo Barrau am 13. April 1913 starb.


WWW-Gestaltung: Alexander Wolff und Paul Rosenthal, 11. Juli 2006

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