| Greifswalder Traditionen |
Das Hauptgebäude der Universität Greifswald wurde in den Jahren 1747-1750 von dem damaligen Greifswalder
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| Andreas Mayer |
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| Nord- und Südfassade des Hauptgebäudes der Universität Greifswald |
Im 19. Jahrhundert gab es an deutschen Universitäten typischerweise (neben dem Tanz- und dem Fechtlehrer) den akademischen Zeichenlehrer. Ihm oblag einerseits der allgemeine Zeichen- und Malunterricht für alle daran interessierten Studenten. Man bedenke dabei, dass die Herstellung wissenschaftlicher Illustrationen von Hand in dieser Zeit in vielen Fächern eine wichtige Rolle spielte. Andererseits war der akademische Zeichenlehrer aber auch häufig für die Ausbildung in darstellender Geometrie und Perspektive verantwortlich. Mitunter hatte er sich sogar um die Lehre der Elementargeometrie für angehende Mathematiklehrer zu kümmern.
Wie die Professoren mußte auch der Zeichenlehrer am Ende jedes Semesters die labores, d.h. eine Art Protokoll über die durchgeführten Veranstaltungen und deren Teilnehmer, abgeben.
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| Wilhelm Titel |
Im Unterschied zu Quistorp hat er sich auf die künstlerische Seite seines Amtes beschränkt.
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| Johann August Grunert | Gustav Salomon Tillberg |
Neu belebt wurden in Greifswald die Beziehungen zwischen Mathematik und Kunst vor allem seit 1990 durch die Geometrieprofessoren Jürgen Flachsmeyer und Peter Schreiber. Im Studienjahr 1993/94 veranstalteten sie eine gemeinsame Vorlesung mit anschließendem Seminar zu diesem Thema. Daraus gingen interessante Seminararbeiten und mehrere Artikel in der mathematischen Schülerzeitschrift alpha hervor. Prof. Flachsmeyer hatte aber schon 1990 gemeinsam mit seinem Schüler Uwe Feiste ein Buch über Mathematik und ornamentale Kunstformen veröffentlicht. Zu dieser und weiteren Greifswalder Publikationen sei auf das Literaturverzeichnis verwiesen.
Seit 1997 hielt Prof. Schreiber mehrere Gast-Lehrveranstaltungen am Greifswalder Caspar-David-Friedrich-Institut für Kunstwissenschaften über Themen im Grenzgebiet zwischen Mathematik und Kunst:
Am Rande sei bemerkt, dass das damalige Mathematische Seminar mit der kunstgeschichtlichen Sammlung und dem akademischen Zeichenunterricht von 1919 bis 1929 im Gebäude Bahnhofstraße 2/3 (heute Internationales Begegnungszentrum Felix Hausdorff) untergebracht war - Mathematik und Kunst unter einem Dach!
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