Satz von PohlkeKünstler als MathematikerMaurits Cornelis EscherKarl Wilhelm Pohlke

Karl Wilhelm Pohlke

Karl Wilhelm Pohlke wurde 1810 in Berlin geboren und studierte an der
Karl Wilhelm Pohlke
Berliner Akademie der Künste Malerei. Aus dem Jahre 1826 gibt es einen Brief des Preußischen Ministeriums der ,,Geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten", in dem Pohlke Freiunterricht gewährt, zugleich aber betont wird, daß diese Gebührenbefreiung nur für Studenten in Frage kommt, die wirklich bedürftig und zugleich besonders begabt sind. Nach dem Studium lebte Pohlke einige Jahre als Landschaftsmaler und Privatlehrer der Perspektive, 1835-45 in Paris, danach wieder in Berlin, wurde 1849 Privatdozent an der Königlichen Bauakademie, 1860 Professor für darstellende Geometrie und Perspektive an der Bau- und gleichzeitig an der Kunstakademie. 1860/76 erschien in zwei Bänden sein Lehrbuch über diese Gebiete. Der erste Band enthält den Fundamentalsatz, um dessen Beweis Pohlke seit 1853 gerungen hatte. Seitdem haben viele Mathematiker verschiedene Beweise dieses Satzes geliefert. Der Satz selbst ist einer der bemerkenswertesten Beitrage eines Künstlers zur Mathematik. Er ist von der Problemstellung her zutiefst mathematisch gedacht. Pohlke starb 1876 in Berlin. Leider sind fast alle Pohlke betreffenden Akten dem 2. Weltkrieg zum Opfer gefallen. Das vermutlich einzige Bild von Pohlke, dessen Original längst verloren ist, scheint in einer privaten Porträtsammlung als Kopie erhalten zu sein, die wir hier zeigen. (Quelle: http://www.math.uni-hamburg.de/home/grothkopf/fotos/math-ges/) Wir danken dem Betreiber der angegebenen Seite für den Hinweis und die Genehmigung zur übernahme.


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